Hier klicken ist kein Button-Text – Beispiele & Regeln
Hier klicken ist kein Button-Text. Buttons sind Wegweiser. Sie sagen Menschen, was als Nächstes passiert. „Hier klicken“ tut das nicht. Es sagt nur, dass man klicken soll – aber nicht wofür. Wer so beschriftet, lässt Nutzer raten, verliert Aufmerksamkeit und verschenkt oft Conversion. Gute Button-Texte sind dagegen kleine Versprechen: „Was bekomme ich, wenn ich draufklicke?“ Genau das solltest du beantworten – knapp, konkret, aktiv.
Stellen Sie sich vor, jemand lässt sich eine Seite vorlesen oder überfliegt sie schnell am Handy. „Hier klicken“ klingt zehnmal gleich und hilft niemandem, den richtigen Weg zu finden. „Preise & Pakete“, „Angebot anfordern“, „PDF herunterladen“, „Zum Warenkorb“ hingegen schaffen sofort ein Bild im Kopf. Man versteht das Ziel – ohne Rätselraten. Das ist nicht nur angenehmer, es spart auch Zeit und Fehlschritte.
Eine einfache Faustregel: Schreiben Sie das Ergebnis in 2–4 Wörtern. Also nicht die Handlung („klicken“), sondern den Nutzen („Termin buchen“, „Bericht ansehen“, „Newsletter abonnieren“). Wenn Sie sich unsicher sind, lesen Sie den Text laut vor und fragen sich: Ergibt der Text auch außerhalb des Layouts Sinn? Könnte er in einer Liste bestehen, in der alle Buttons der Seite untereinander stehen? Wenn ja, ist er wahrscheinlich gut.
Ein paar typische Situationen zeigen, wie groß der Unterschied ist. Statt „Mehr“ auf einer Produktkarte: „Produktdetails anzeigen“. Statt „Weiter“ im Checkout: „Lieferadresse eingeben“. Statt „Jetzt“ auf einer Startseite: „14 Tage kostenlos testen“ – vorausgesetzt, genau das passiert. So nehmen Sie Menschen mit, reduzieren Nachdenken und stärken Vertrauen. Übrigens: Klare Beschriftungen helfen auch allen, die eine Seite ohne Maus bedienen oder sich Inhalte vorlesen lassen, weil in Link-/Buttonlisten nicht zehnmal derselbe Nonsens steht.
Natürlich sollen Buttons nicht endlos lang sein. Kürzen Sie mutig, aber lassen den Kern drin. „Formular absenden“ ist vage; „Anfrage senden“ ist schlanker und verständlicher. Und halten Sie Begriffe konsistent: Wenn auf der Seite überall „Warenkorb“ steht, nennen Sie den Button nicht plötzlich „Einkaufswagen“. Einheitliche Wörter sparen kognitive Energie.
Manchmal geht es nicht um eine große Aktion, sondern um Orientierung: Ein kleines Zahnrad-Icon, das Einstellungen öffnet; ein „X“, das ein Fenster schließt. Hier brauchen Sie trotzdem eine klare Benennung. Zeigen Sie sichtbaren Text, prima. Wenn nicht, geben Sie dem Element einen unsichtbaren Namen (z. B. via aria-label), damit Vorlese-Software „Menü öffnen“ statt „Schaltfläche, unbenannt“ sagt. Auch das ist Teil verständlicher Beschriftung – nur eben für die Ohren.
Geltungsbereich:
Gilt für alle Unternehmen, die mehr als 9 Beschäftigte haben oder deren Jahresumsatz 2 Millionen Euro übersteigt.
ONLINE -INTERAKTIONEN:
Webseiten, Plattformen, und Apps für den Austausch mit Kunden
Kurze Checkliste:
- Ergebnis statt Klick: „PDF herunterladen“, „Angebot anfordern“, „Zum Warenkorb“.
- Kontextfrei verständlich: Würde der Text in einer Liste Sinn ergeben?
- Konsistent bleiben: Überall dieselben Begriffe verwenden.
- Nicht doppeldeutig: „Bestätigen“ was? Wenn nötig, präzisieren („E-Mail bestätigen“).
Klare Button-Texte statt „Hier klicken“:
- „Hier klicken“ → „Preise & Pakete“
- „Mehr“ → „Details anzeigen“
- „Weiter“ → „Kasse öffnen“ oder „Adresse eingeben“
- „Jetzt“ → „Test starten“ (nur, wenn wirklich ein Test startet)
- „Bestätigen“ → „E-Mail bestätigen“ / „Zahlung bestätigen“
Fazit: Hier klicken ist kein Button-Text. Gute Button-Texte sind keine Kunst, sondern Haltung. Sie respektieren Zeit und Aufmerksamkeit der Nutzer, machen den nächsten Schritt klar und bauen Vertrauen auf. Ersetzen Sie „Hier klicken“ konsequent durch zielklare, aktive Beschriftungen – Ihre Nutzer danken es Ihnen, und Ihre Conversion meist auch.